
Verfasser
Rocco Zühlke, TU Berlin, Felix Zaiß, TU Berlin, Chair of Urban Design + Architecture
Das Konzept sieht vor, dass die Umnutzung untergenutzter Immobilien in Berlin transparenter gestaltet und für bürgerschaftliche Nutzungsmöglichkeiten geöffnet wird. Zur Information über geplante Umnutzungen und Verkäufe soll eine Internetplattform (“Open Berlin”) dienen, die als soziales Netzwerk konzipiert ist. Die Anwender registrieren sich und legen ein Profil an; hier können sie persönliche Daten, Interessen und Fähigkeiten einstellen. Bestehender Leerstand soll auf dieser Seite erfasst und archiviert werden. Nun haben die Bürger die Möglichkeit, sich Orte auszusuchen, an denen sie eine kreative Nutzungsidee realisieren möchten, sodann ein Expertenteam und Interessenten zu mobilisieren und im Folgenden idealerweise sogar die Realisierung selber in Angriff zu nehmen. Andere Nutzer haben die Möglichkeit diese Idee zu kommentieren, zu diskutieren und weiterzuentwickeln. Der Beitrag unternimmt den Versuch, den Wert von Stadträumen nicht nur unter finanziellen Gesichtspunkten zu diskutieren, sondern auch im Hinblick auf deren sozialen Gebrauchswert.
Auszug Juryprotokoll
“Die Jury würdigt, dass dieser sehr grundlegende Beitrag eine grundsätzliche gesellschaftspolitische Fragestellung nach der wirtschaftlichen Teilhabe an Stadtentwicklung aufgreift. Die dargestellte Plattform zur Vorbereitung und Realisierung von Projekten will öffentliche Vergabeverfahren transparenter gestalten und stellt insofern einen wirklich neuen Beteiligungsansatz dar. Die Durcharbeitung der skizzierten Idee erscheint konsequent. Die Autoren sind sich den utopischen Elementen ihrer Konzeption bewusst. Da dieser Beitrag kaum unmittelbare Realisierungsaussichten aufweist, werten die vereinzelte Unklarheiten und Mängel in der Durcharbeitung (Vetorecht, starke Abhängigkeit von der Internetplattform) die Qualität der Arbeit nur in geringem Maße ab. …”
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