Urban Tactics – temporary interventions + long term planning

Report by Killing Architects.  —> Download —>  Read Online

The Urban Tactics research project looks at the relationship between temporary architecture projects and long term planning. It takes four very different case studies of temporary use to find out what works and why and to try to draw general conclusions about the social, economic and political contexts conducive to these projects’ success. It mainly with temporary interventions in public space (or publicly accessible space) although some of the conclusions could equally apply to the temporary use of vacant buildings.

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#teendesignheroes

A Workshop At Taliesin In Wisconsin by our friend Alex Gilliam

Audioweg Gusen

Der AUDIOWEG GUSEN ist ein Kunstprojekt über den Umgang mit Erinnerung und das Leben auf dem Areal der ehemaligen Konzentrationslager Gusen I und II (Oberösterreich).


Wer den AUDIOWEG GUSEN geht, wird mittels Kopfhörer durch eine beschauliche Wohn- und Erholungslandschaft geführt, die nichts von ihrer furchtbaren Vergangenheit erahnen lässt. Die ca. 90-minütige Audiocollage aus Klängen und Stimmen schafft einen virtuellen Raum im Kopf der Gehenden, in dem die Diskrepanz von Gesehenem und Gehörtem spürbar wird. Sie ruft die Realität der Konzentrationslager, aber auch ihre problematische und bis heute wirksame Nachgeschichte in Erinnerung. Ohne Stationen, Markierungen oder Pläne, nur mit einem i-Pod ausgerüstet, wird man präzise durch Wohnsiedlungen bis hin zu einem unterirdischen Flugzeugwerk geführt. Man hört Originaltonaufnahmen mit persönlichen Erinnerungen von Überlebenden der Lager, ZeitzeugInnen aus der regionalen Bevölkerung sowie die Ansichten der heutigen BewohnerInnen Gusens. Zu Wort kommen auch Wehrmachtssoldaten und ehemalige SS-Angehörige. Man hört, was nicht mehr zu sehen ist. Man sieht, was gegenwärtig ist. Menschen erzählen, was sonst unausgesprochen bleibt.

Wie man Städte bereisen sollte

1. Kaufen Sie topografische Karten Ihrer Stadt im Maßstab 1:25.000 (gibt es in Deutschland im Katasteramt und bei den Landesvermessungsämtern)

2. Finden Sie heraus, welche die Ortsteile sind, die im kollektiven Bewußtsein der Stadt von sich selbst unterrepräsentiert bis nicht vorhanden sind.

3. Suchen Sie diese Orte auf. Stellen Sie Besonderheiten fest. Halten Sie sich über längere Zeiträume dort auf. Machen Sie Fotos von Orten, Dingen und Menschen, die Ihnen zugleich typisch und fotografisch repräsentierbar erscheinen. Sprechen Sie mit Leuten, die sich an diesen Orten schon länger aufhalten als Sie.

4. Lassen Sie die Fotos entwickeln und abziehen. Was sehen Sie? Was ist alles nicht auf den Fotos? Konnte es überhaupt auf Fotos erscheinen?

5. Kehren Sie zu den Orten zurück. Haben Sie Geduld. Lassen Sie Langeweile einfach vorübergehen.

6. Kehren Sie mehrfach zurück, mit und ohne Kamera. Führen Sie Gespräche, trinken Sie Kaffees in den unscheinbarsten Lokalen. Betrinken Sie sich am hellichten Tag. Schlafen Sie Ihren Rausch an einem unpassenden Ort aus. Kommen Sie wieder mit Schlafsack und Zelt oder übernachten Sie in einer Pension/ Zimmer mit Frühstück/ kleinem Hotel.

7. Gehen Sie nochmals ins Katasteramt, um Karten und Luftbilder des Gebietes Ihrer engeren Wahl, im Maßstab 1:5000, in zweifacher Ausführung, zu besorgen. Montieren Sie eine Ausführung zu einem zusammenhängenden Bild und hängen Sie dieses an die Wand Ihrer Wohnung/ Ihres Arbeitsraumes (wenn die Wandfläche nicht ausreichen sollte, mieten Sie für diese Zeit einen Raum mit entsprechend großen Wänden).

8. Lassen Sie die Grafik auf sich wirken. Vergleichen Sie die Struktur der unter Punkt 2 als unterrepräsentiert befundenen Ortsteile mit denen der identitätsbildenden Ortsteile. Was fällt Ihnen auf? Versuchen Sie, es in Worte zu fassen. Machen Sie Notizen.

9. Hängen Sie neben die Karten und Luftbilder im Maßstab 1:5000 Ihre topografische Karte im Maßstab 1:25.000. vergleichen Sie. Prägen Sie sich alles gut ein. Stecken Sie den zweiten Satz Karten und Luftbilder M 1:5.000 in eine Papprolle und legen Sie diese zu Ihrer Reiseausrüstung.

10. Lassen Sie die Sache ruhen. Verbringen Sie einige tage oder Wochen mit Broterwerbstätigkeit oder reisen Sie in ferne Länder. In dem Maße, in dem Ihre Sehnsucht nach Fortsetzung der Untersuchung steigt, werden Sie Klarheit über das Wesen der Untersuchung gewinnen.

11. Lesen Sie niemals die lokale Tageszeitung. Die Oberflächlichkeit ihrer Betrachtungen widerspricht ihrem Gewicht als Gedrucktem. Das würde Sie irritieren und zurückwerfen. Wahrscheinlich hat jede ihrer eigenen Erkenntnisse zu diesem Zeitpunkt bereits mehr Gewicht.

12. Besuchen Sie statt dessen Archive von Stadtverwaltungen, Wohnungsbaugesellschaften, die Lokalita-Regale von Antiquariaten, Plankammern, Bildarchive, Heimatvereine. Atmen Sie den Geist dieser Häuser.

13. Gehen Sie Fragen, die auftauchen, hartnäckig nach. Nicht, um die Wahrheit zu erfahren, sondern um viel zu hören zu bekommen; das hilft, die Grenzen zwischen Innenbildern und Faktizität aufzulösen.

14. Variieren und ergänzen Sie die Schritte 1 bis 13, bis Sie sich kompetent fühlen für die Schritte 15 bis 19.

15. Stellen Sie sich vor, Sie müßten Ihr Innerstes nach außen kehren. Dabei könnten Sie weder sprechen noch schreiben. Aber Sie kennen all diese Orte. Welche Orte würden Sie Ihrem Gegenüber zeigen, um etwas von sich zu erzählen? In welche Reihenfolge würden Sie sie bringen, um ihre Wirkung zu verstärken?

16. Ihr Gegenüber kommt aus identitätsbildenden Regionen der Stadt. Welches Gefühl für diese Terra Incognita möchten Sie ihm vermitteln?

17. Welche identitätsbildenden Elemente enthält die Terra Incognita selber? Tappen Sie nicht in die Falle der Stadtplaner und Lokalpolitiker, sondern nehmen Sie diese Elemente einfach zur Kenntnis. Meistens werden Sie sie umgehen.

18. Gibt es Sensationen? Wenn ja, welche? Kommt in diesen Sensationen etwas verstärkt zum Ausdruck, das das ganze Gebiet wie gewisse Gerüche, die man nur dicht über dem Boden riecht, durchzieht? Unbedingt einbauen!! (auch wenn die Lautstärke dieser Sensationen unter Umständen den ganzen Spannungsbogen neu zu gestalten zwingt). Andere Sensationen sind wertlos, wird es aber auch kaum geben.

19. Führen Sie Freunde und Fremde zu Ihren persönlichen Plätzen. Riskieren Sie peinliche Momente. Fassen Sie Ihre Vorlieben in Worte, die diese Vorlieben ausdrücken und begründen. Prägen Sie sich Formulierungen, bei denen die Peinlichkeit verschwindet, ein.

20. Verfeinern Sie den Weg über die Jahre

Boris Sieverts, Büro für Städtereisen

Phantom City - ein Museums App.

Die beiden Architekten Cheng und Snyder haben ein iPhone App entwickelt, welches seinem Benutzer die “alternative Zukunft” der Stadt New York zeigt. Das Programm zeigt seinen Benutzern das New York was es nie gab, welches es aber geben könnte, wäre die Stadtplanung New Yorks anders verlaufen. “It’s the city that never was but could have been.” Gezeigt werden Bauvorhaben und Planungen von Architekten und Stadtplanern, die niemals realisiert wurden, und wie sie New verändert hätten.

GPS-gesützt, informiert das App den Benutzer, wenn er in die Nähe einer der derzeit 50 Einträge des niemals realisierten New York ist. “It’s a wall-less museum where the art isn’t even there,” Mr. Snyder said. “The juxtaposition of what could be against what is.”

quelle: http://urbanshit.de/?p=1648

Educational Video. Zinc Oxide and You!